Dr. Martin Luther in der Philatelie
Briefmarken zum Thema "Martin Luther"

1970 - 1979


12.09.1970: Das Deutsche Volk ist eine Nation
Männer Ihrer Zeit
Johannes Gutenberg / Martin Luther

Martin Luther und Johannes Gutenberg waren beide wichtige Persönlichkeiten im Deutschland des 15. und 16. Jahrhunderts. Obwohl sie in unterschiedlichen Bereichen tätig waren, gibt es einige Verbindungen zwischen ihnen.
Zum einen hat Johannes Gutenberg durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern die Verbreitung von Luthers Ideen und Schriften erheblich erleichtert. Ohne diese Technologie wäre es schwierig gewesen, Luthers Schriften in großen Mengen und zu einem erschwinglichen Preis zu drucken und zu verbreiten. Tatsächlich waren Luthers Schriften einige der ersten, die auf einer Druckerpresse gedruckt wurden.
Zum anderen haben sowohl Luther als auch Gutenberg die Art und Weise, wie Informationen verbreitet wurden, revolutioniert. Gutenberg hat die Produktion von Büchern erheblich vereinfacht und dadurch die Verbreitung von Wissen und Ideen gefördert. Luther hat die religiöse Landschaft Europas durch seine Kritik an der katholischen Kirche und die Gründung der protestantischen Kirche ebenfalls stark verändert. Beide haben somit dazu beigetragen, dass Wissen und Ideen freier zugänglich wurden und damit die kulturelle Entwicklung Europas beeinflusst.


18.03.1971: 450. Jahrestag des Wormser Reichstag
Martin Luther vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag
Erstausgabedatum: 18. März 1971
Auflage: 30.000.000
Entwurf: Bert Jäger
Michel Nr. 669

Der Wormser Reichstag von 1521 war eine Versammlung des Heiligen Römischen Reiches, die vom 28. Januar bis zum 25. Mai 1521 in Worms stattfand. Der Reichstag wurde von Kaiser Karl V. einberufen, um die religiösen Unruhen in Deutschland zu lösen, insbesondere die Lehren von Martin Luther und seinen Anhängern.
Martin Luther war vom Kaiser nach Worms zitiert worden, um sich wegen seiner Lehren zu rechtfertigen. Luther weigerte sich jedoch, seine Ansichten zu widerrufen, und sagte: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders". Dieses Ereignis wird als "Lutherstand" bezeichnet und gilt als einer der wichtigsten Momente in der Geschichte der Reformation.
Infolge des Reichstags von Worms wurde Luther geächtet und exkommuniziert, was bedeutete, dass er von der katholischen Kirche ausgeschlossen wurde. Dies führte zur Spaltung der Kirche und zur Entstehung der protestantischen Bewegung.
Der Reichstag von Worms hatte auch politische Auswirkungen auf das Heilige Römische Reich, da die Kaiserlichen und die Fürsten sich nicht einigen konnten und sich schließlich auf den Ausbruch des Schmalkaldischen Krieges im Jahr 1546 vorbereiteten.


1971: Albrecht Dürer
Martin Luther und Albrecht Dürer waren Zeitgenossen der deutschen Renaissance und teilten eine gemeinsame Bewunderung für die Kultur der Antike.
Es gibt jedoch keine direkte Beziehung zwischen den beiden Persönlichkeiten, da sie sich nicht persönlich kannten. Es ist jedoch bekannt, dass Dürer von Luthers Ideen beeinflusst wurde und einige seiner Schriften las.
Dürer unterstützte auch die Reformation, indem er sich für die Verbreitung der protestantischen Lehren einsetzte. In seinen Werken, insbesondere in seinen Holzschnitten und Kupferstichen, zeigte er oft protestantische Themen wie die Passion Christi und die Heiligenfiguren.


Albrecht Dürer war ein deutscher Maler, Grafiker und Mathematiker der Renaissance, der von 1471 bis 1528 lebte. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit und als einer der größten Künstler aller Zeiten.

Dürer wurde in Nürnberg geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung von seinem Vater, einem Goldschmied, und anderen Künstlern in Nürnberg. Er reiste auch nach Italien, um die Werke der italienischen Renaissance zu studieren und beeinflusste damit seine eigene Arbeit.
Dürer ist bekannt für seine Porträts, Landschaftsbilder und religiösen Gemälde, die oft von der Natur und der menschlichen Figur geprägt waren. Er war auch ein Meister der Holzschnitt- und Kupferstichtechnik und schuf viele Drucke, die seine Kunst einem breiteren Publikum zugänglich machten.
Dürers Werk war von großer Bedeutung für die Entwicklung der Kunst im 16. Jahrhundert und hatte einen großen Einfluss auf spätere Künstler wie Rembrandt und Picasso. Heute werden seine Werke in vielen der bedeutendsten Museen der Welt ausgestellt, darunter die Alte Pinakothek in München, die National Gallery in London und das Metropolitan Museum of Art in New York.


29.09.1972 300. Todestag Heinrich Schütz
Michel-Nr.: Bund 741, 300. Todestag Heinrich Schütz, Motiv der Briefmarke: Noten von Heinrich Schütz (1585-1672): Verleih uns Frieden genädiglich Text auf der Briefmarke: Heinrich Schütz † 6.11.1672, Deutsche Bundespost Entwurf: König Ausgabewert: 40 Pf, Ausgabetag: 29.09.1972, Auflage: 33330000, Druckverfahren: kombi Stichtiefdruck / Offsetdruck
Zähnung der Marke: 14:13¾

Heinrich Schütz war ein deutscher Komponist des 17. Jahrhunderts und wird oft als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Barockmusik angesehen. Martin Luther war ein Theologe und Reformator, der im 16. Jahrhundert lebte und als einer der wichtigsten Vertreter der protestantischen Reformation gilt.
Obwohl Schütz und Luther in unterschiedlichen Jahrhunderten lebten, hatten sie dennoch eine enge Verbindung, da Schütz stark von Luthers Lehren und Ideen beeinflusst wurde. Schütz studierte Musik in Italien und kehrte dann nach Deutschland zurück, um als Hofkapellmeister in Dresden zu arbeiten. Er war jedoch auch ein glühender Protestant und komponierte zahlreiche Werke für die lutherische Kirche.
Schütz war besonders von Luthers Ideen zur Musik beeinflusst, da Luther die Bedeutung der Musik für den Gottesdienst betonte und selbst viele Lieder und Hymnen schrieb. Schütz komponierte zahlreiche Werke für den lutherischen Gottesdienst, darunter Motetten, Psalmen und Passionen, und seine Musik wurde oft als eine perfekte musikalische Umsetzung der Lehren Luthers betrachtet.
Insgesamt kann man sagen, dass Heinrich Schütz eine wichtige Figur in der Entwicklung der protestantischen Musik war und dass seine Arbeit stark von den Ideen und Überzeugungen Martin Luthers beeinflusst wurde.

300. Todestag Heinrich Schütz; Michel-Nr.: Bund 741



11.09.1972 GB FDC 400 Jahre John Knox
John Knox (1514-1572)
John Knox war Galeerenhäftling, Prediger und Widersacher der Königin Maria Stuart. In seiner Heimat Schottland ist er eine Schlüsselfigur der Reformation. Knox starb vor 444 Jahren.

John Knox und Martin Luther waren beide bedeutende Reformatoren, die jedoch zu unterschiedlichen Zeiten lebten und in unterschiedlichen Ländern tätig waren. Während Martin Luther als einer der Gründer der Reformation in Deutschland gilt und im 16. Jahrhundert lebte, wirkte John Knox im 16. Jahrhundert in Schottland und war einer der Führer der schottischen Reformation.
Es gibt keine direkte Beziehung zwischen Knox und Luther, da sie sich nie persönlich trafen oder miteinander kommunizierten. Allerdings waren sie sich in vielen ihrer theologischen Überzeugungen ähnlich, insbesondere in Bezug auf die Bedeutung der Bibel und die Ablehnung der Autorität der römischen Kirche. Knox sah Luther als einen der Wegbereiter der Reformation und als Inspiration für seine eigene Arbeit in Schottland.
Insgesamt kann man sagen, dass John Knox und Martin Luther wichtige Figuren in der Geschichte der Reformation waren, die ähnliche Überzeugungen vertraten und sich gegenseitig in ihrem Wirken beeinflusst haben.

11.09.1972 GB FDC 400 Jahre John Knox


18.05.1972 BRD FDC "500 Jahre Lucas Cranach"

Motiv: Lucas Cranach der Ältere (1472-1553), Maler und Kupferstecher,
Text: Lucas Cranach d.Ä. * 1472, Deutsche Bundespost,
Entwurf: Sauer, Ausgabewert: 25 Pf, Auflage: 30000000, kombi Stichtiefdruck / Offsetdr., Zähn.13¾:14
Michel-Katalog-Nr:. Bund MiNr. 718

Lucas Cranach der Ältere und Martin Luther hatten eine enge und bedeutende Beziehung zueinander. Cranach war ein deutscher Renaissance-Maler und Grafiker, der während der Reformationszeit lebte und arbeitete. Er war auch ein enger Freund und Unterstützer von Martin Luther.
Cranach und Luther trafen sich erstmals in Wittenberg, wo Cranach seit 1505 als Hofmaler des Kurfürsten von Sachsen tätig war und wo Luther später eine bedeutende Rolle in der Reformation spielen würde. Cranach wurde schnell zu einem wichtigen Unterstützer von Luther und malte mehrere Porträts des Reformators. Eines der berühmtesten Werke, die Cranach im Zusammenhang mit Luther schuf, ist das Bild "Luther als Junker Jörg", auf dem Luther in Ritterkleidung dargestellt wird.
Cranach war auch in der Reformationsbewegung aktiv und trug durch seine künstlerischen Werke und seine Position als Hofmaler zur Verbreitung der reformatorischen Ideen bei. Er gestaltete viele Flugblätter, Plakate und Illustrationen für die Reformationsbewegung und schuf auch einige der berühmtesten Holzschnitte der Epoche, die die reformatorischen Themen darstellen.
Insgesamt hatte die enge Beziehung zwischen Lucas Cranach dem Älteren und Martin Luther einen bedeutenden Einfluss auf die Kunst und die Reformationsbewegung im 16. Jahrhundert. Cranachs Werke trugen dazu bei, die reformatorischen Ideen zu verbreiten, während Luthers Einfluss auf die Kunst und das künstlerische Schaffen der Zeit immens war.



04.07.1972 DDR FDC "500. Geburtstag Lucas Cranach"
Bildnis Margarete Luther, 1527 - von Lucas Cranach der Ältere (1472-1553), deutscher Maler und Grafiker
Text auf der Briefmarke: Bildnis Margarete Luther, 1527, 1472-1972, DDR, Entwurf: Naumann, Ausgabewert: 35 Pf, Auflage: 4000000, DDR MiNr. 1771
Motiv der Marke: Bildnis eines jungen Mannes, 1526 - von Lucas Cranach der Ältere (1472-1553),
deutscher Maler und Grafiker
Entwurf: Naumann
Ausgabewert: 5 Pf, Auflage: 7000000, Druckverfahren: Rastertiefdruck
Zähnung der Marke: 14
Michel-Katalog-Nr.: DDR 1769
Kompletter Satz: DDR Mi.-Nr. 1769-1772
500. Geburtstag von Lucas Cranach d. Ä.
20 Pf. Junge Mutter mit Kind
70 Pf. Ruhende Quellnymphe


26.06.1973 DDR FDC, Historische Gedenkstätten in Weimar

Motiv der Briefmarke: Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) und Cranachhaus in Weimar, Lucas Cranach der Ältere war ein deutscher Maler und Grafiker
Entwurf: Dietrich Dorfstecher
Ausgabewert: 35, Auflage: 5000000, Druck: Offset

Lucas Cranach der Ältere war ein deutscher Maler und Grafiker der Renaissance, der von 1472 bis 1553 lebte. Er wurde in Kronach in Franken geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung in Wien und in Deutschland. Cranach war hauptsächlich für seine Porträtmalerei, Altarbilder und mythologischen Gemälde bekannt, die oft von erotischen Darstellungen geprägt waren. Er arbeitete eng mit Martin Luther und anderen Reformatoren zusammen und schuf viele Illustrationen für ihre Schriften. Cranach war auch Hofmaler für die Kurfürsten von Sachsen und schuf viele Porträts von Mitgliedern des Hofes. Cranachs Kunst zeichnete sich durch seine Fähigkeit aus, die menschliche Form und die Natur mit großer Genauigkeit und Detailtreue zu malen. Er war auch bekannt für seine Verwendung von kräftigen Farben und Kontrasten, die seine Bilder oft sehr lebendig und dynamisch machten. Cranachs Werk hatte einen großen Einfluss auf die Kunst des 16. Jahrhunderts und beeinflusste viele andere Künstler seiner Zeit. Heute werden seine Gemälde und Grafiken in vielen der bedeutendsten Museen der Welt ausgestellt.

26.06.1973 DDR FDC, Historische Gedenkstätten in Weimar Motiv der Briefmarke: Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) und Cranachhaus in Weimar, Lucas Cranach der Ältere war ein deutscher Maler und Grafiker Entwurf: Dietrich Dorfstecher Ausgabewert: 35, Auflage: 5000000, Druck: Offset

 

1973, 74, 83 Nikolaus Kopernikus

Nikolaus Kopernikus und Martin Luther lebten zur gleichen Zeit im 16. Jahrhundert in Europa, und ihre Leben überschnitten sich auf einige Weise. Beide waren bedeutende Persönlichkeiten ihrer Zeit und haben auf ihre jeweilige Art die Geschichte geprägt.
Kopernikus war ein Astronom und Mathematiker, der für seine Theorie des heliozentrischen Systems bekannt ist. Er behauptete, dass die Sonne das Zentrum des Sonnensystems sei und dass sich die Planeten um sie herum bewegen. Diese Theorie stand im Gegensatz zur damals vorherrschenden Theorie des geozentrischen Systems, nach der die Erde das Zentrum des Universums sei. Kopernikus' Theorie war ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der modernen Astronomie und Physik.
Obwohl Kopernikus und Luther in unterschiedlichen Bereichen tätig waren, hatten ihre Ideen und Entdeckungen einen enormen Einfluss auf die Welt, in der wir heute leben. Kopernikus' Theorie half dabei, das Weltbild der Menschen zu verändern und den Weg für die moderne Astronomie und Physik zu ebnen. Luthers Ideen hatten einen Einfluss auf die religiöse Freiheit und Toleranz und halfen dabei, das Christentum in neue Richtungen zu lenken.
Insgesamt haben Kopernikus und Luther auf ihre jeweilige Art die Geschichte geprägt und ihre Ideen und Entdeckungen haben noch heute Auswirkungen auf die Welt.



16.07.1974 BRD FDC Hans Holbein d.Ä

Holbein war ein bedeutender deutscher Maler und Zeichner der Renaissance.
Holbein der Ältere war zu Luthers Zeiten ein bekannter und angesehener Künstler. Sein Sohn, Hans Holbein der Jüngere, war ebenfalls ein bekannter Maler und ein Freund von Luthers Unterstützern, insbesondere von Erasmus von Rotterdam. Holbein der Jüngere malte auch Porträts von einigen wichtigen Persönlichkeiten der Reformation, wie z.B. dem englischen König Heinrich VIII., der aufgrund seiner religiösen Überzeugungen die englische Kirche von der römisch-katholischen Kirche trennte.
Es ist jedoch möglich, dass Luther Holbeins Werk indirekt beeinflusst hat, da die Reformation eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Künste und der Schaffung einer eigenen protestantischen Kunst hatte. Die protestantische Kunstbewegung legte den Schwerpunkt auf die Wiedergabe biblischer Geschichten und Ereignisse sowie auf die Darstellung von Alltagsszenen und Porträts. In diesem Sinne könnte Luthers Einfluss auf die Kultur und die Gesellschaft der damaligen Zeit auch indirekt die Arbeit von Künstlern wie Holbein beeinflusst haben.


11.02.1975 DDR Bauernkrieg 
Kleinbogen - 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges ( DDR Briefmarke)
Michel-Nr.: DDR 2013-2018, Motiv der Briefmarke: 6 DDR Briefmarken mit verschiedenen Szenen des Bauernkrieges und Zierfeld mit Titelblatt der zwölf Artikel, die die Forderungen der Bauern enthalten
Text auf den Briefmarken: 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges, Deutsche Demokratische Republik
Entwurf: Müller, Ausgabetag: 11.02.1975
Auflage: 2000000
Druckverfahren: Offsetdruck
Zähnung der Marke: 12½:13 / geschnitten

5 Pf: Bauern bei der Arbeit für den Grundherrn (Frondienst)
10 Pf: Bauern bei der Abgabe (Zehntabgabe der Bauern an den Grundherren)
20 Pf: Thomas Müntzer (um 1490-1525), Theologe, Reformator und Führer im Bauernkrieg
25 Pf: aufständische Bauern
35 Pf: Bauer mit Flagge
50 Pf:  verhafteter Bauer in Ketten

Martin Luther hatte einen komplizierten Einfluss auf den Bauernkrieg, der 1524-1525 in Deutschland stattfand. Auf der einen Seite hatte Luthers Kritik an der katholischen Kirche und seine Schriften zur Reformation eine große Wirkung auf die Bauern, die seine Ideen von Glaubensfreiheit und individueller Interpretation der Bibel aufgriffen.

Allerdings stand Luther auch auf Seiten der Adligen und Fürsten, die während des Krieges gegen die Bauern kämpften. Luther rief in einer seiner Schriften "Wider die mordischen und reubischen Rotten der Bawren" zur Unterdrückung des Aufstands auf und unterstützte die Adligen bei der Niederschlagung des Aufstands. In dieser Schrift forderte Luther die Bauern auf, sich der Obrigkeit zu unterwerfen und ihre Beschwerden auf friedliche Weise zu lösen. Als die Bauern dennoch in den Krieg zogen, verurteilte Luther sie für ihre Ungehorsamkeit gegenüber der Obrigkeit und ihren Widerstand gegen die bestehende Ordnung.
Luthers Position im Bauernkrieg hat bis heute Kontroversen hervorgerufen. Einige argumentieren, dass Luther damit zur Unterdrückung der Bauern beigetragen und ihre Bewegung vereitelt hat. Andere sehen in Luthers Schrift eine Reaktion auf die gewalttätigen Ausschreitungen der Bauern und eine Botschaft für die Notwendigkeit von Recht und Ordnung in der Gesellschaft.
In jedem Fall bleibt der Bauernkrieg ein wichtiger historischer Moment in der Geschichte Deutschlands und der Reformation, der zeigt, wie unterschiedliche Kräfte auf die politische und soziale Unruhe in der Gesellschaft reagierten.

 

 

 

05.01.1976 BRD FDC 400. Todestag Hans Sachs
400. Todestag von Hans Sachs (1494–1576), Dichter – Illustrationen zu seinen Büchern
Frankatur-Wert 40 Pfennige, Auflage 32.900.000, Tag der Ausgabe 05. Januar 1976, Motiv, Kontext Literatur, Markenart Gedenkmarke, Gültig bis 30. Juni 2002,  Michel-Nr. 877, Entwurf Heinz Schillinger

Hans Sachs und Martin Luther hatten eine eher zwiespältige Beziehung zueinander. Hans Sachs war ein deutscher Meistersinger und Dichter, der im 16. Jahrhundert lebte, während Martin Luther als Theologe und Reformator bekannt wurde.

 

Obwohl Hans Sachs in seinen Werken oft protestantische Themen aufgriff, hielt er sich persönlich von den Kontroversen der Reformation fern. Es gibt jedoch einige Hinweise darauf, dass er Sympathien für die protestantische Bewegung hatte.
Martin Luther und Hans Sachs trafen sich möglicherweise nie persönlich, aber es ist bekannt, dass sie sich brieflich austauschten. In einem Brief von 1530 bat Luther Hans Sachs um seine Unterstützung bei der Verbreitung von Luthers Schriften, aber es ist nicht bekannt, ob Hans Sachs diese Bitte erfüllt hat.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Beziehung zwischen Hans Sachs und Martin Luther von gegenseitigem Respekt und einer gewissen Nähe geprägt war, aber auch von einer gewissen Distanz und Zurückhaltung.

  

400. Todestag von Hans Sachs (1494–1576), Dichter – Illustrationen zu seinen Büchern Frankatur-Wert 40 Pfennige, Auflage 32.900.000, Tag der Ausgabe 05. Januar 1976, Motiv, Kontext Literatur, Markenart Gedenkmarke, Gültig bis 30. Juni 2002, Michel-Nr. 877, Entwurf Heinz Schillinger


 

13.05.1976 BRD Paul Gerhardt

Beschreibung der Briefmarke:
Bezeichnung: 300. Todestag Paul Gerhardt
Motiv der Briefmarke: Noten des Liedes ‘Befiehl du deine Wege’ von Paul Gerhardt (1607-1676), Dichter und Theologe
Text auf der Briefmarke: Paul Gerhardt 1607-1676, Befiehl du deine Wege, Deutsche Bundespost
Entwurf: Börnsen
Ausgabewert: 40 Pf
Ausgabetag: 13.05.1976
Auflage: 33400000
Druckverfahren: kombi Stichtiefdruck / Offsetdruck
Zähnung der Marke: 14:13¾
Michel-Nr.: Bund 893


Paul Gerhardt (1607-1676) war ein deutscher Theologe und Kirchenliederdichter des 17. Jahrhunderts, der in der Zeit nach Martin Luther lebte. Obwohl er keinen direkten Kontakt zu Martin Luther hatte, war er Teil der protestantischen Tradition, die Luther begründet hatte, und seine Theologie und Kirchenlieder waren stark von Luthers Schriften und Lehren beeinflusst.

 

Gerhardt war ein Lutheraner und folgte Luthers Lehren in vielen Bereichen, einschließlich der Betonung der Gnade Gottes als Basis für die Rettung, der Bedeutung des Glaubens für die Erlösung und der Autorität der Bibel als Grundlage für die christliche Lehre. Seine Kirchenlieder, von denen viele heute noch gesungen werden, spiegeln diese Überzeugungen wider und wurden in der lutherischen Kirche sehr geschätzt.
Insgesamt könnte man sagen, dass Paul Gerhardt als Lutheraner in der theologischen Tradition von Martin Luther stand und von ihm inspiriert war, auch wenn sie nicht direkt miteinander zu tun hatten.

 

 

Michel-Nr.: Bund 893 ; 13.05.1976 BRD ETB Paul Gerhardt; Paul Gerhardt, Luther Briefmarken; Bezeichnung:	300. Todestag Paul Gerhardt Motiv der Briefmarke:	Noten des Liedes ‘Befiehl du deine Wege’ von Paul Gerhardt (1607-1676), Dichter und Theologe Text auf der Briefmarke: Paul Gerhardt 1607-1676, Befiehl du deine Wege, Deutsche Bundespost Entwurf:	Börnsen Ausgabewert:	40 Pf


500 jaar Delftse Bijbel - Nederland 1977

Die "Delftse Bijbel" ist eine niederländische Bibelübersetzung, die in der Stadt Delft während der Reformation im 16. Jahrhundert entstand. Hier sind einige grundlegende Informationen:
Entstehung: Die Delftse Bijbel wurde erstmals im Jahr 1477 gedruckt, und es gibt mehrere Ausgaben, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Sie wurde während der Zeit der Reformation in den Niederlanden veröffentlicht.
Einfluss: Die Delftse Bijbel hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Verbreitung der Bibel in niederländischer Sprache und trug zur Verbreitung der Reformation in den Niederlanden bei.
Sprache: Die Bibelübersetzung wurde in mittelniederländischer Sprache verfasst, was dazu beitrug, dass die Bibel für die breite Bevölkerung zugänglich wurde.
Historische Bedeutung: Die Delftse Bijbel hat historische Bedeutung als Teil der Entwicklungen während der Reformation und des Drucks von religiösen Texten in den Niederlanden.
Druck in Delft: Der Druckort Delft war zu dieser Zeit ein bedeutendes Zentrum für den Buchdruck, und die Delftse Bijbel ist ein Beispiel für die Verbreitung von religiösen Schriften durch Druck in dieser Stadt.

 

 

15.05.1977 BRD FDC 500 Jahre Universität Mainz
17.05.1977 BRD 450 Jahre Philipps Universität Marburg
Mainz und Marburg hatten für Martin Luther eine große Bedeutung im Verlauf der Reformation.

 

Mainz war eine wichtige Stadt für die Verbreitung der reformatorischen Ideen in Deutschland, da hier eine der bedeutendsten Universitäten des Landes, die Universität Mainz, angesiedelt war. Luther hatte in Mainz auch den bedeutenden Theologen und Philosophen Johannes Reuchlin kennengelernt, der ihm bei der Übersetzung der hebräischen Bibel geholfen hatte. Zudem hatte Luther 1518 hier gegenüber dem päpstlichen Legaten Cajetan seine Positionen verteidigt und sich geweigert, seine Lehren zu widerrufen.
Marburg war für Luther ebenfalls von großer Bedeutung. Hier fand im Jahr 1529 die Marburger Religionsgespräche statt, bei der er sich mit dem Schweizer Reformator Huldrych Zwingli traf. Die beiden konnten sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Position in Bezug auf das Abendmahl einigen, was zur Spaltung der reformatorischen Bewegung führte.
In beiden Städten hatte Luther wichtige Begegnungen und Ereignisse erlebt, die seinen Weg und die Entwicklung der Reformation beeinflussten.

 


24.11.1977 Cesoslovakei FDC
Lucas Cranach Umschlag Motiv Catarina von Bora

 

Catarina von Bora war die Ehefrau von Martin Luther, einem der bedeutendsten Theologen und Reformatoren der christlichen Kirche. Sie war eine ehemalige Nonne, die im Kloster lebte, bevor sie 1523 Luther kennenlernte und später heiratete.
Luther und Catarina hatten sechs Kinder zusammen und ihre Ehe war eine der ersten bekannten Ehen zwischen einem ehemaligen Mönch und einer Nonne. Catarina unterstützte Luther in seiner Arbeit und half bei der Verwaltung ihres Haushalts und ihrer Finanzen.
Der deutsche Künstler Lucas Cranach der Ältere, ein enger Freund von Luther, porträtierte sowohl Luther als auch Catarina auf mehreren Gemälden. Cranach war auch ein wichtiger Unterstützer der Reformation und malte viele Bilder, die die Ideen der Bewegung darstellten.
Zusammen bildeten Luther, Catarina und Cranach ein bekanntes Trio der Reformation in Deutschland und prägten die Bewegung maßgeblich mit.

 

Catarina von Bora, Martin Luther, Lucas Cranach, 24.11.1977 Cesoslovakei FDC; Lucas Cranach Umschlag Motiv Catarina von Bora


24.01.1978 DDR FDC Bürgerhaus, Eisenach (Lutherhaus) (17. Jh.)

Das Lutherhaus in Eisenach ist ein bedeutendes historisches Gebäude, das eng mit dem Leben des deutschen Reformators Martin Luther verbunden ist. Es befindet sich in der Lutherstraße 56 in Eisenach und wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert als Kloster errichtet.
Später, im 16. Jahrhundert, wurde das Gebäude von der Stadt Eisenach erworben und als Wohnhaus genutzt. Martin Luther verbrachte im Jahr 1521 in diesem Haus einige Wochen, als er auf dem Weg zum Reichstag nach Worms war und von der Stadt Eisenach unter Schutz gestellt wurde.
Heute beherbergt das Lutherhaus ein Museum, das das Leben und Werk von Martin Luther sowie die Geschichte der Reformation präsentiert. Es ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Touristen und Pilger, die sich für die Geschichte der Reformation und Martin Luthers interessieren.

 


16.06.1978 South West Africa SWA 1978 Luther Historische Kirchen FDC
Namibia - Michel-Nr.: Südwestafrika 448-451

Diese Briefmarke aus dem Jahr 1978 zeigt eine historische Kirche in Namibia, das zu dieser Zeit als South West Africa bekannt war. Die Kirche ist ein Symbol für die Ausbreitung des Christentums in Afrika und die Arbeit der Missionare in der Kolonialzeit.
Das Motiv der Briefmarke ist jedoch nicht Martin Luther selbst, sondern die Kirche als historisches Gebäude. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte "First Day Cover" (FDC), was bedeutet, dass die Briefmarke an ihrem ersten Tag der Ausgabe gestempelt wurde und auf einem speziellen Umschlag abgebildet ist. Solche FDCs sind bei Briefmarkensammlern sehr beliebt und können einen höheren Wert als normale Briefmarken haben, insbesondere wenn sie gut erhalten sind.
Insgesamt gibt es mehrere Briefmarkenausgaben, die Martin Luther und die Reformation als Thema haben. Diese sind vor allem in Deutschland und anderen Ländern mit protestantischer Tradition beliebt und werden von Briefmarkensammlern oft gesucht.

 

Namibia - Michel-Nr.: Südwestafrika 448-451; Historische Kirchen, Namibia, Luther, Martin Luther, Protestanten: South West Africa SWA (Now Namibia) - 1978 - Historic Churches - Complete Set on FDC



12.10.1978 MiNr. 729 - 731 Vatikanstadt FDC

Martin Luther reiste im Jahr 1510 als junger Augustinermönch nach Rom, um an einer Pilgerreise teilzunehmen. Er war zu dieser Zeit ein überzeugter katholischer Christ und hatte bereits an der Universität Erfurt studiert, bevor er ins Kloster eintrat.
Während seines Aufenthalts in Rom wurde Luther jedoch zunehmend enttäuscht und frustriert von den Zuständen in der katholischen Kirche. Er sah Korruption und Missbrauch unter den Geistlichen und die Ausbeutung der Gläubigen, die dazu gedrängt wurden, Geld für Ablassbriefe zu spenden, um ihre Sünden zu vergeben.
Diese Erfahrungen prägten Luthers spätere theologische Ansichten und trugen wesentlich zur Entstehung der Reformation bei. Nach seiner Rückkehr aus Rom begann er, seine Kritik an der katholischen Kirche öffentlich zu äußern und schließlich seine berühmten 95 Thesen zu veröffentlichen, die den Beginn der Reformation markierten.

 

päpstliches Wappen - Vatikanstadt FDC; MiNr. 729 - 731 - Vatikanstadt - Sede Vacante - Tod von Papst Johannes Paul I. und Wahl seines Nachfolgers



24.04.1979 Sonderstempel Speyer Protestations-Jubiläum 1529 - 1979

24.04.1979 Sonderstempel Speyer Protestations-Jubiläum 1529 - 1979



17.06.1979. BRD Ganzsache 1529 Reichstag Spever

RT zu Speyer wurden im Laufe der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zunächst als Hoftage seit der Zeit der Salier mehr als fünfzig abgehalten. Der erste Hoftag in Speyer wurde von Ludwig dem Frommen im Jahre 838 abgehalten.


12.07.1979: 450 Jahre Katechismus von Martin Luther
Michel Katalog-Nr. 1016, Bund
Sonderbriefmarke zu 50 Pfennig "450 Jahre Katechismus von Martin Luther",
Auflage: 30.200.000
Erstausgabedatum: 12.7.1979

Die Deutsche Bundespost gab aus Anlaß des 450. Jahrestages der Erstveröffentlichung von Luthers Katechismen ein Sonderpostwertzeichen heraus, dessen Motiv ein Holzschnitt von Lucas Cranach d. Ä. ist: Als Illustration zum ersten Gebot zeigt er Moses, der auf dem Berg Sinai die Gesetzestafeln empfängt, während das Volk das Goldene Kalb anbietet. Zwölf Jahre nach Luthers Thesenanschlag erschienen in Wittenberg im Januar 1529 von ihm „Der Kleine Catechismus“ und im April sein „Deutsch Catechismus“ (Der Große Katechismus), noch im gleichen Jahr gefolgt von verbesserten hoch-, niederdeutschen und lateinischen Ausgaben sowie von zahlreichen Nachdrucken in anderen Städten: ein für die Konsolidierung evangelischer Gemeinden maßgebendes Werk. Luthers Katechismen haben jahrhundertelang evangelischen Glauben, evangelisches Denken und Leben geprägt. Der Markenkünstler Professor Wilhelm Neufeld, Chieming-Pfaffing, gestaltete dieses Sonderpostwertzeichen, ebenso den Postsonderstempel.

 



DESCRIPTION Métiers d'Art. La lutherie. Tradition et spécialité de Mirecourt (Vosges)
Die Bezeichnung "La Lutherie" stammt direkt aus dem Französischen und leitet sich von "luth" ab, was im Französischen für "Laute" steht. In diesem Kontext bezieht sich "La Lutherie" auf die Kunst des Instrumentenbaus, insbesondere auf den Bau von Streichinstrumenten. Der Begriff hat keine Verbindung zum deutschen Wort "Luther", sondern geht auf die französische Tradition des Geigenbaus zurück.

 
 
 
 
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