Dr. Martin Luther in der Philatelie
Briefmarken zum Thema "Martin Luther"

Meine Kindheit und Jugend

10. November 1483: Geburt in Eisleben. 


Mein Geburtsjahr steht nicht eindeutig feststeht - es kann 1482. 1483 oder 1488 gewesen sein. Ich erinnere mich nicht. Zu meiner Zeit gab es nämlich kein Standesamt oder Kirchenbücher, und Geburtstage hat man einfach nicht gefeiert. Um mir aber gedenken zu können, haben sich später die Gelehrten auf das Jahr 1483 geeinigt.

Ich wurde also am 10. November 1483 in Eisleben, im Landkreis Mansfeld-Südharz geboren.

FDC 22.04.2017 Einschulung Luthers in MansfeldFDC 22.04.2017 Einschulung Luthers in Mansfeld Stempelnummer: 07/072 / "500 Jahre Reformation"


Dort lebte ich mit meiner Familie sechs Monate, dann zogen wir in 
das etwa zehn Kilometer entfernte Mansfeld. Dort verbrachte ich 14 Jahre meines Lebens.

Berlin 1961 Mi. Nr.203Berlin 1961 Mi. Nr.203 Fotomaximumkarte: Eisleben Luther`s Geburtshaus


MZZ Briefdienst Halle, Luther war hier - Luther in Mansfeld, BlockMZZ Briefdienst Halle, Luther war hier - Luther in Mansfeld, Block 10.000 Blocks, Ausgabedatum: 22.04.2017


1498-1501: Besuch der Lateinschule Eisenach. Mein Vater war im Bergbau tätig und verdiente gut. Daher konnte er mich in die Schule schicken. Schulpflicht oder ein ausgebautes Schulsystem gab es noch nicht. Wer etwas lernen wollte, musste in die Fremde ziehen. Ich besuchte zuerst die Schule in Mansfeld, Magdeburg und dann die Schule in Eisenach.

Maximumkarte Motiv: Lutherhaus EisenachMaximumkarte 500 Jahre Reformation Ersttagsstempel Berlin 13.04.2017


Januar 1505: Aufnahme des Jurastudiums an der Universität Erfurt.

Mein Vater hatte Großes mit mir vor und schickte mich mit 17 Jahren auf die Universität in Erfurt. Dort absolvierte ich zunächst das übliche Grundstudium; die sogenannten Sieben Freien Künste. Dazu zählten: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.

Im Frühjahr 1505 begann ich, auf Wunsch meines Vaters, mit dem Studium der Rechtswissenschaft. Mein Vater erhoffte sich für mich eine Beamtenkarriere an einem Fürstenhof. Dazu sollte es jedoch nicht kommen.

BRD 1992: 1250 Jahre Erfurt - Motiv: Dom,Serverikirche, Häuser der Altstadt50iger Bogen, Michel Nr. 1611, Auflage 31.240.000 Entwurf: Steiner


 





Am 2. Juli 1505; Ich war gerade auf dem Rückweg von meinen Eltern zur Uni nach Erfurt als ich bei Stotternheim in ein heftiges Gewitter geriet. Plötzlich schlug ein Blitz in meiner unmittelbaren Nähe ein und der Luftdruck warf mich zu Boden. Vor Schreck gelobte ich : „Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“

Abb. „Heilige Anna selbdritt“, unbekannter Meister, um 1513, in der Hauptkirche der slowakischen Bergstadt Rožňava; der Hintergrund der Heiligendarstellung zeigt eine zeitgenössische Bergbaulandschaft .
slowakische Briefmarke aus dem Jahre 2011

Ich überlebte zum Glück das Gewitter und trat dann am 17. Juli 1505 als Novize in das Kloster der Erfurter Augustiner-Eremiten ein.

Meine Oberen bestimmten mich dann auch zur Priesterweihe (Erfurt 04.04.1507) und zu einem Theologiestudium, welches ich dann im Sommer 1507 antrat.

Im Herbst 1507 legte ich dann mein Mönchsgelüpte im Erfurter Dom ab, und sehr schnell begannen in mir starke Glaubenskämpfe.

Im November 1510 schickte mich Johann von Staupitz, er war mein Förderer und Beichtvater, gemeinsam mit einem Ordensbruder nach Rom, um dort Angelegenheiten des Augustiner-Ordens zu verhandeln. Ich war also etwa 30 Jahre alt als ich den Fußmarsch über die Alpen antrat. Der Petersdom war eine Baustelle, und ich konnte mit eigenen Augen sehen, wie das Geld aus dem später von mir angeprangerten Ablasshandel verbaut wurde.

In Rom tat ich Gutes für meinen Orden. Eine Generalbeichte sollte mir zum völligen Ablass verhelfen. Allerdings war ich enttäuscht von der Selbstgefälligkeit der kirchlichen Hierarchie.

„Gibt es eine Hölle, so steht Rom darauf.“


 
 
 
 
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