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19.09.2020

Neuerscheinung: Oktober 2020 (01.10.2020) "Frauen der Reformation"

Viele verbinden mit der Reformation vor allem Martin Luther und sein Wirken. Tatsächlich konnte es jedoch nur deshalb einen tiefgreifenden kirchlichen Aufbruch geben, weil er von vielen mitgestaltet wurde – auch von Frauen.Reformation bedeutet, „dass das Evangelium einen neuen Weg zu den Menschen gefunden hat“ (Nikolaus Schneider). Dies geschah in der Anfangszeit der Reformation nicht in Gelehrtenstuben, sondern in Häusern, auf den Straßen, kurz: in der Öffentlichkeit – und zwar unter Mitwirkung von Frauen. So haben mächtige Frauen die Reformation entscheidend mitgeprägt – zum Beispiel Elisabeth von Calenberg-Göttingen oder Elisabeth von Rochlitz. Sie verfügten über die politische Macht, die Reformation in ihren Herrschaftsgebieten einzuführen.

Angetrieben waren die Frauen der Reformation von der fundamentalen Einsicht, dass Vergebung und Rechtfertigung durch das Wort Gottes tatsächlich und wirklich geschehen. Dabei ist Gottes Wort nicht gebunden an eine Vermittlungsinstanz, verkörpert durch einen Priester, sondern es erschließt sich durch das eigene Bibelstudium. Somit war die Reformation eine Bildungsbewegung (auch) für Frauen, die dazu motivierte, theologisch tätig zu werden.

Eine dieser Frauen, die öffentlich theologisch argumentierte, war Argula von Grumbach. Die Fränkische Freifrau war eine der bekanntesten Flugschriftenautorinnen der Reformationszeit und weit über die Grenzen von Franken hinaus bekannt.

Oder Katharina Zell, sie war durch ihre Heirat im Jahr 1523 mit dem 20 Jahre älteren Matthäus Zell, dem Prediger am Straßburger Münster, Anfeindungen und übler Nachrede ausgesetzt und musste ihre Eheschließung öffentlich verteidigen. Sie legte dar, dass ihre Heirat mit einem Priester der Heiligen Schrift gemäß sei.

Die Botschaft der Reformation war - nicht nur - für Frauen: Freiheit. Es braucht keine besonderen Instanzen zur Auslegung der Schrift wie ein unfehlbares kirchliches Lehramt. Jeder Christenmensch wie die Kirche als Ganze ist an die Heilige Schrift gewiesen. Von dieser theologischen Einsicht aus führen – wenn auch nicht schnurgerade - Linien zu neuzeitlichen Werten einer demokratischen Gesellschaft sowie zu Rede- und Gedankenfreiheit.

Gestaltung des Postwertzeichens:

Susann Stefanizen, Berlin

Wert: 370 Cent



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  • 2020_frauen-der-reformation
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