Dr. Martin Luther in der Philatelie
Briefmarken zum Thema "Martin Luther"

1530 -1546

1530 : Reichstag zu Augsburg: Die Protestanten legen ihr Bekenntnis ab (Augsburger Bekenntnis). Luther auf der Veste in Coburg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther#Reichstag_zu_Augsburg_(1530)

1530 fand in Augsburg ein Reichstag statt. Kaiser Karl V. wollte vor allem die Problematik des nahenden Türkenheeres ansprechen und die Probleme in Glaubensfragen besprechen. Ich, der immer noch als vogelfrei galt, konnte sich nicht nach Augsburg wagen und suchte Zuflucht in der Coburger Veste. An meiner statt reiste mein Freund Philipp Melanchthon zum Reichstag. Er hatte den Glauben meiner und seiner Anhänger in einem Glaubensbekenntnis zusammengefasst. Ziel war es, den protestantischen Glauben reichsrechtlich anerkennen zu lassen. Ich hielt in dieser Zeit ständigen Briefkontakt zu Melanchthon.

Die Hoffnungen der Protestanten wurden in Augsburg jedoch enttäuscht. Der Kaiser verbot die evangelische Predigt und forderte die Teilnahme der Protestanten an der Fronleichnamsprozession. Die deutsche Version der "Confessio Augustana", dem schriftlichen Glaubensbekenntnis der Protestanten, wurde am 25. Juni 1530 vom sächsischen Kanzler und Rechtsgelehrten Christian Beyer verlesen und schließlich an Karl V. übergeben.

1532: Der Nürnberg Religionsfrieden ermöglicht die Ausbreitung des Protestantismus.

Der Nürnberger Religionsfrieden, schon von Zeitgenossen auch Nürnberger Anstand genannt, war ein Friedensschluss, in dem Kaiser Karl V. und die Protestanten am 23. Juli 1532 in Nürnberg zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für den gegenwärtigen konfessionellen Besitzstand vereinbarten.

Die protestantischen Reichsstände wurden somit erstmals in den Reichslandfrieden aufgenommen. Das Wormser Edikt, das die Protestanten in die Acht erklärt hatte, war damit faktisch aufgehoben. Der Kaiser erklärte sich damit einverstanden, alle Religionsprozesse beim Reichskammergericht einzustellen. Die Verfolgung der Protestanten wurde eingestellt, und die Reformation konnte sich ungehindert ausbreiten.

Die Entscheidung von Kaiser Karl V., den Nürnberger Religionsfrieden zu schließen, erklärt sich aus der außenpolitischen Situation des Heiligen Römischen Reichs. Angesichts der Besetzung Ungarns durch die Türken brauchte Kaiser Karl im Reich freie Hand zur Abwendung der Türkengefahr. Den protestantischen Fürsten, die sich 1531 im Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen hatten, ging es hauptsächlich um die Sicherung ihrer politisch-wirtschaftlichen Interessen, da sie durch die Einziehung des katholischen Kirchenguts und den Aufbau eines eigenen Landeskirchenregiments ihre Machtbasis vergrößern wollten.

1537: Luther schreibt die „Schmalkaldischen Artikel“ für das ausgeschriebene Konzil.
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther#Schmalkaldener_Bundestag_(1537)

1544: In Torgau wird die erste protestantische Kirche eingeweiht.

1545-1563: Trienter Konzil: Die bedeutendsten Beschlüsse dieses Konzils bestimmten den Katholizismus bis in die Gegenwart hinein.


Am 18. Februar 1546 starb ich nach kurzer aber schwerer Herzkrankheit. Es war ein Zufall, dass ich genau an den Ort gestorben bin wo ich vor 62 Jahren geboren wurde – in EislebenIch war nur dort um einen Streit zwischen Mansfelder Fürsten zu schlichten. Begraben wurde ich dann aber in Wittenberg in der Schosskirche. Bis 1545 hatte ich in Wittenberg noch Vorlesungen gehalten und gepredigt.




 
 
 
 
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