Dr. Martin Luther in der Philatelie
Briefmarken zum Thema "Martin Luther"

1521 - 2021 

500 Jahre Luther auf dem Wormser Reichstag

„Dr Martin Luther zackig“ - 500 Jahre Luther vor Karl V auf dem Reichstag zu Worms"

Im Januar 1521 verhängte Papst Leo X. den Kirchenbann über Martin Luther, nach dem dieser am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass veröffentlicht hatte. Normalerweise folgte darauf die Reichsacht. Aber die Reichsfürsten und Stände setzten bei Kaiser Karl V. ein Verhör Luthers auf dem Wormser Reichstag durch. Am 17. und 18. April 1521 fand das Verhör im Bischofshof statt. Luther weigerte sich zu widerrufen. Tags drauf kündigte der Kaiser die Reichsacht an, die am 8. Mai erlassen wurde (Wormser Edikt). Damit waren seine Schriften verboten.
Dieses, nicht nur für die Stadt Worms bedeutsame Jubiläum, nimmt der Briefmarkensammlerverein Worms e.V. zum Anlass für eine Ausstellung, die Herausgabe von drei Marken individuell und einem Sonderstempel.

„Dr. Martin Luther zackig“ heißt eine Ausstellung, die vom 1.4. bis 27.8. im Wormser Tagungszentrum zu sehen sein wird. Die Vereinsmitglieder Frank Schumann, Ernst und Markus Holzmann öffnen dabei ihre Sammlungen.

Mehr als 1500 Briefmarken (Ersttagsbriefe, Ersttagsblätter, Maximumkarten, Numinsbriefe etc.) aus 56 Ländern von 1900 bis heute spiegeln die grafische und zeitgeschichtliche Auseinandersetzung mit der Person Martin Luthers im Medium der Postwertzeichen wider.

Gezeigt werden sollen die wichtigsten Stationen seines Lebens. Im Zentrum der Ausstellung steht der Reichstag in Worms vor 500 Jahren – eine Würdigung der Auseinandersetzung einer großen Persönlichkeit mit den Autoritäten ihrer Zeit, deren Konsequenz die Welt veränderte. Im Bewusstsein wachgehalten und auf kleinstem Format um die Welt gesandt: Dr. Martin Luther zackig.

Darüber hinaus werden Ansichtskarten, Bücher, Notgeld, Münzen, Skulpturen, Gemälde u.v.m. zum Thema Luther gezeigt.


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Reichstag 1521

Auf dem Reichstag agierte Karl V. mit einer doppelten Strategie: Zum einen versuchte er Martin Luther zu einem Widerruf zu bewegen und gewährte ihm dazu freies Geleit. So kam es zu dem berühmten Auftritt Luthers vor dem Reichstag in Worms.

Zum anderen versuchte er parallel ein Mandat gegen Luther zu erlassen, was aber nur in Übereinstimmung mit den Reichsständen geschehen konnte. Auch wollte der Kaiser die Verantwortung ungern alleine übernehmen, sondern die Reichsstände einbinden. Diese aber waren gespalten und tendierten wegen des kirchenkritischen Ansatzes, den sie teilten,  eher zu Luthers Seite, auf der auch die öffentliche Meinung ganz überwiegend stand. Die Reichsstände ließen so zwei Entwürfe des Kaisers für ein entsprechendes Mandat auflaufen. 

So sprach Karl V. am 6. März 1521 die Vorladung an Luther nach Worms bei sicherem Geleit aus. Parallel veröffentlichte er aber – nun ohne Beteiligung der Stände – am 26. oder 27. März 1521 ein „Sequestrationsmandat“: Luthers Schriften sollten eingezogen und vernichtet werden. Faktisch war das eine Vorverurteilung. 

In seinen Anhörungen am 17. und 18. April 1521 bestand Luther darauf, dass er jeglichen Widerruf ablehne, solange seine Schriften nicht aus der Heiligen Schrift oder aus Vernunftgründen widerlegt werden, und blieb auch in den Nachverhandlungen zu seinen berühmten Auftritten vor dem Reichstag, am 24. und 25. April 1521, bei seinem Standpunkt.  Am 26. April reiste er aus Worms ab.


Luther Sonderstempel 500 Jahre Reichstag WormsOriginal Stempelplatte: Luther - 500 Jahre Reichstag Worms, 17.04.2021 - Stempelnummer 07/020




Nibelungenfestspiele Worms mit Sonder-Individual-Briefmarke im Markenheftchen Auflage 500 Stück

 

1971 / 2021
450 / 500 Jahre Luther vor Kaiser und Reich auf dem Reichstag zu Worms 1521



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08. Mai 2021 - 500 Jahre Wormser Edikt

Am 30. April teilte der Kaiser den Reichsständen mit, dass er als Vogt der Kirche gegen Luther vorzugehen gedenke und fragte sie um Rat. Die Stände erklärten sich einverstanden, dass der Kaiser einen entsprechenden Entwurf vorlege. Geschrieben wurde es vom Nuntius Hieronymus Aleander. Um Formulierungen wurde noch bis zum 8. Mai 1521 gefeilscht, als das Mandat in deutscher und lateinischer Fassung vorlag. Der Nuntius gab es sogleich in Druck. Die Druckvorbereitungen mussten aber abgebrochen werden, als der kaiserliche Großkanzler Mercurino Arborio di Gattinara ihm mitteilte, dass zunächst noch die Zustimmung der Reichsstände einzuholen sei.

Am 21. Mai 1521 erfolgte der Reichstagsabschied, bereits am 23. Mai 1521 reisten die – mit Luther sympathisierenden Kurfürsten – von Sachsen und der Pfalz ab und am 25. Mai 1521 fand die Schlusssitzung des Reichstages statt. Erst nach diesem offiziellen Ende des Reichstags, aber noch am 25. Mai, eröffnete der Kaiser den verbliebenen Reichsständen das Mandat, nunmehr als „Edikt“ bezeichnet. Ohne Diskussion und Änderung erklärte Kurfürst Joachim I. von Brandenburg die Zustimmung der Reichsstände. Am folgenden Tag wurde es ausgefertigt – es trug allerdings das Datum des 8. Mai 1521 und erweckte so den Anschein, noch während der Sitzung des Reichstages zustande gekommen zu sein. Aufgrund dieser Diskrepanzen kam es in der Folgezeit zum Streit über dessen Gültigkeit.


 

Ab 01.06.2021

 

Stempel zur Landesausstellung, der als Werbung im Postverteilerzentrum Mannheim auf alle durchlaufende Post aufgestempelt wird



16.07.2021 Sonderstempel und Individualmarke der Nibelungenfestspiele 

 

 








Video: Worms um 1521- 3D von Faber Courtial

 










Luther in der Philatelie - rheinlOKal Worms - Sendung vom 30.04.2021






 
 
 
 
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