Dr. Martin Luther in der Philatelie
Briefmarken zum Thema "Martin Luther"

2010 - 2016 


Diverse Sonderstempel und Ganzsachen



 600 Jahre Konstanzer Konzil 

Ausgabedatum: 03.04.2014 - Michel-Nr.: 3091 

Das Konzil von Konstanz (5. November 1414 bis 22. April 1418) war eine Versammlung der Kirchenführung in Konstanz, die auf Betreiben des römisch-deutschen Königs Sigismund von Gegenpapst Johannes XXIII. einberufen wurde. Gastgeber war Fürstbischof Otto III. von Hachberg.

Die Versammlung sollte das seit 1378 andauernde Große Abendländische Schisma beenden und damit die Einheit der Kirche wiederherstellen (causa unionis). Ein weiterer Verhandlungspunkt, die causa reformationis (Kirchenreform), bezog sich auf notwendige Reformen innerkirchlicher Zustände. Schließlich sollten in der causa fidei (Glaubensfrage) Fragen der kirchlichen Verkündigung und Sakramentslehre geklärt und damit die Ketzerei (Häresie) wirksam bekämpft werden.


500. Geburtstag Lucas Cranach der Jüngere

„Große Väter werfen lange Schatten“, heißt ein Sprichwort. Spricht man von „Lucas Cranach“ ist meist der Ältere gemeint. Doch der herausragende Künstler des 16. Jahrhunderts hatte auch einen hochbegabten Sohn. Lucas Cranach der Jüngere (1515–1586) stand jedoch Zeit seines Lebens im Schatten seines Vaters. Erst jetzt fällt mehr Licht auf sein Werk. Der bis heute eher unbekannte Künstler wird neu entdeckt. Zahlreiche Ausstellungen und Sonderveranstaltungen laden anlässlich seines 500. Geburtstags dazu ein.

Im Jahre 1550 übernahm Lucas Cranach d. J. die florierende Werkstatt seines Vaters in Wittenberg. Er führte diese überaus erfolgreich fort. Er schuf eindrucksvolle Altäre und Epitaphien. Außerdem eine Vielzahl mythologische und reformatorische Bilder. Zu seinen herausragenden Werken zählen das großformatige Gemälde „Der schlafende Herkules und die Pygmäen“ (1551), das Porträt für „Prinzessin Elisabeth von Sachsen“ (1564) sowie das Epitaphgemälde des „Dessauer Abendmahls“ (1565). In der Porträtmalerei verwendete er – entgegen der bisherigen Cranach-Tradition – oft lebensgroße Formate. Er stattete die Kompositionen mit Schlagschatten aus. Zudem ließ er die Figuren aus dem Bild heraus mit dem Betrachter Blickkontakt aufnehmen. Zu sehen ist diese Stiländerung u.a. in dem Bildnis der „Elisabeth von Sachsen„.

Als Lucas Cranach d. J. starb, hinterließ er eine der größten und produktivsten Kunstwerkstätten Europas. Die faszinierende Schönheit seiner Werke erfüllten schon seine Zeitgenossen mit Bewunderung. Manche sagen, erst der virtuose Maler gab der Reformation ein Gesicht. Auch wenn es sein eigenes war: Auf dem Hauptbild des Wittenberger Reformationsaltars (1547) hat der Schalk sich wohl selbst verewigt – als Mundschenk, der Junker Jörg alias Martin Luther einen Trunk reicht.

Entwurf: Antonia Graschberger, München
Motiv: Hauptteil Altarbild Stadtkirche St. Marien Wittenberg
© Foto: J. M. Pietsch
Wert: 45 Cent
Format PWz: Breite: 44,20 mm
Höhe: 26,20 mm
Format ZBgn
Anordnung PWz Breite: 115 mm
Höhe: 158 mm
2 PWZ nebeneinander 5 PWz untereinander
Druckerei: Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Mehrfarben–Offsetdruck
Ausgabetag: 01. Oktober 2015




Serie "Schätze aus deutschen Museen": Tizian - Kaiser Karl V.

Als „Die Sonne unter den Sternen“ rühmten Zeitgenossen einst den Künstler Tizian (um 1487/90–1576), der wie kein anderer die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts prägte. Tizian, der eigentlich Tiziano Vecellio hieß, malte religiöse wie mythologische Themen und zahlreiche Porträts. Er war einer der Hauptmeister der italienischen Hochrenaissance. In seinem langen Künstlerleben erreichte er eine fast so große Berühmtheit wie sein Zeitgenosse Michelangelo. Tizians Meisterschaft lag zweifellos in der Farbgebung und ihren vielfältigen, subtilen Nuancierungen.

Berühmt wurde Tizian vor allem aufgrund seiner Porträts. Fürsten, Kaiser und Päpste wetteiferten darum, von ihm gemalt zu werden. Insbesondere zu den Habsburgern unterhielt er enge Kontakte: Im Jahr 1533 wurde er Hofmaler unter Kaiser Karl V. und porträtierte diesen und seine Familie regelmäßig. Man sieht den Gemälden an, dass der Monarch zu dem Künstler eine enge persönliche Beziehung pflegte. Der Legende nach soll des Kaisers Respekt vor dem Künstler so groß gewesen sein, dass er sich höchstselbst bückte, um Tizian den Pinsel aufzuheben.

Eines der berühmtesten Porträts des Kaisers fertigte Tizian im Jahr 1548: Es zeigt den mächtigsten Herrscher des Abendlandes in einem Lehnstuhl. Die Zeichen seines Ranges sind diskret versteckt: Der Orden des Goldenen Vlies auf der Brust, der Degen, die Säule als Hoheitsmotiv. Das ganzfigurige Sitzporträt ist traditionell den Päpsten vorbehalten. Die Physiognomie des 48-Jährigen gibt einen physisch erschöpften Mann wieder – ein Eindruck, den die herbstliche Landschaft im Hintergrund noch unterstreicht. Zugleich wird durch den konzentrierten Blick und die aufrechte Haltung die ungebrochene geistige Kraft des Monarchen sichtbar – eine eindringliche Charakterstudie. Die Ausführung des Gemäldes überließ Tizian in Teilen einem Mitarbeiter seiner Werkstatt, vermutlich dem niederländischen Maler Lambert Sustris. Das Gemälde ist heute in der Alten Pinakothek in München zu bewundern.

Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Gemälde „Kaiser Karl V.“
© Foto: bpk / Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Wert: 70 Cent
Format PWz: Breite: 33,00 mm
Höhe: 39,00 mm
Format ZBgn

Anordnung PWz Breite: 191,00 mm
Höhe: 104,00 mm
5 PWZ nebeneinander 2 PWz untereinander
Druckerei: Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Mehrfarben–Offsetdruck

Ausgabetag: 07. April 2016 

 

 

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